Mittwoch, 13. Januar 2010

shit happens

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Da bemüht man sich, einen heiligen Eindruck zu machen und dann so was! Aber immerhin hat er erst mal brav zu Ende gebetet...

Sonntag, 10. Januar 2010

Atheisten

Atheisten sind langweilige Menschen.
Sie schauen in den Spiegel
und glauben, was sie sehen.

Andreas Thiel, schweizer Kabarettist

Samstag, 26. Dezember 2009

Entrückungskunst

Nach all der weihnachtlichen Besinnlichkeit hier mal wieder was lustiges...:


Titel: "Seelen-Spermien auf dem Weg zur finalen Empfängnis", oder so ähnlich... Sehr schön!
Weitere wunderschöne Entrückungskunstwerke und Tips zum Selbermalen findet man hier.
Auch sehr schön ist dieses Video!
Leute gibt`s...

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Schade, schade... - Die IKBG und das Minarettverbot

Ich hatte so etwas schon fast erwartet und leider ist es so gekommen...:

"Bekennende Gemeinschaften begrüßen Nein zum Minarettbau"

Der Volksentscheid in der Schweiz war klar und eindeutig populistischer, fremdenfeindlicher Natur (siehe hier). Bei 130 muslimischen Zentren in der schweiz, von denen nur 4 ein Minarett besitzen, kann man nun wirklich nicht von „Überfremdung der christlich-abendländischen Kultur“ sprechen. Es ist ein weiteres unrühmliches Kapitel in der Geschichte der Schweiz mit dem Fremden bzw. den Fremden (siehe dazu den schönen Film "Die Schweizermacher"). Das allein wäre in der Tat schon traurig genug. Trauriger stimmt mich allerdings, dass mal wieder ein evangelikaler Verband die Gelegenheit nutzt und auf der rechten Welle mit-
schwimmt, anstatt sich klar und deutlich von solchen populistischen Aktionen und den dahinterstehenden Demagogen zu distanzieren (wie das leider an anderer Stelle auch schon bei der Hofierung von Eva Hermann geschehen ist).
Ein Abendland kann (in Anlehnung an Shane Claiborne) nur christlich sein, wenn es sich wie Christus verhält. Solche plumpen, menschenverachtenden politischen Aktionen, wie dieser Volksentscheid, haben mit vielem Ähnlichkeit, aber nicht mit Jesus. Daher schaue ich mit einigem Unverständnis auf die Stellungnahme der IKBG.
Damit man mich nicht falsch versteht, es gibt definitiv Muslime in der Schweiz, in Deutschland und anderswo, die verfassungsfeindliche und ebenfalls menschenverachtende Positionen vertreten. Diese müssen auch kontrolliert und die entsprechenden Vereinigungen im Zweifel verboten werden (wie ich auch dafür bin, christliche Gemeinden im Zweifel auf Verfassungskonformität zu überprüfen; gleiches Recht für alle). Denn wenn die verfassungsmäßige Freiheit der Menschen (eine Freiheit, die Jesus, so wie ich ihn verstehe, sehr wichtig war und ist; wenn auch nicht die wichtigste Freiheit, die er bringen möchte) in Gefahr ist, darf man natürlich nicht den Deckmantel der Toleranz darüber legen.
Aber darum sämtliche Muslime unter Generalverdacht zu stellen, geht eindeutig zu weit. Jesus fordert uns auf, selbst unsere Feinde zu lieben, wieviel mehr gilt das für unser Verhältnis zu den Muslimen, mit denen wir in keinem feindschaftlichen Konflikt stehen (so hoffe ich doch...). Das heißt auch, dass ich den Bau von Moscheen (mit und ohne Minarett) in Liebe akzeptieren muss, denn ich möchte ja auch den Bau von Kirchen und Gemeindehäusern haben. Auch den Hinweis, dass in muslimischen Ländern der Bau von Kirchen verhindert wird, kann ich als Argument hier in Deutschland nicht stehen lassen, denn wir orientieren uns mit unserer Religionsfreiheit zum Glück nicht an solchen Ländern. Das wichtige Engagement, in muslimischen Ländern den Bau von Kirchen zu erwirken, ist aber unabhängig von dieser Frage.
Solche Stellungnahmen, wie die von der IKBG, rücken die Evangelikalen und letztlich alle Christen in der öffentlichen Wahrnehmung weiter in die rechte Ecke, wo zwar viele andere sich befinden, man Jesus aber vergeblich sucht. Vielleicht sollten die Verantwortlichen in Zukunft etwas mehr nachdenken, beten und sich von Gott intelligentere und geschicktere Ideen, als diese Stellungnahme, schenken lassen...
Zum Schluss noch ein kurzer Hinweis zum Nachdenken: Jesus ist nie (zumindest ist davon nichts berichtet, es würde mich auch wundern) in einen römischen Tempel gegangen und hat eine Jupiterstatue umgeworfen oder sich über die Überfremdung des Heiligen Landes mit heidnischen Tempeln beschwert. Im Gegenteil, er hat im eigenen Tempel die Tische der Geldwechsler umgestoßen und die Geschäftemacher rausgeworfen.
Vielleicht sollten wir uns, statt uns wegen der Minarette zu beklagen, lieber fragen, ob unsere Gemeinden noch Orte der Anbetung des wahren Gottes sind...

zum Thema noch 2 links auf dem Blog von Toby Faix: "Kleine Presseschau"

Montag, 30. November 2009

nur leser?

We Will Not Be Asked What We Have Read But What We Have Done – Thomas a Kempis

Muss ich mir immer mal ins Gedächtnis rufen...

Dienstag, 3. November 2009

How To Worship

Sehr schön...:)

Samstag, 3. Oktober 2009

religious nuts?

"God wants spiritual fruits not religious nuts!"

Gesehen in "Camp Out", einem Dokumentarfilm über ein Ferienlager/Bibelfreizeit für homosexuelle, christliche Teenager.
Sehr sehenswert, hat mich tief bewegt und mir darüber hinaus noch ein sehr schönes Zitat beschert.

Donnerstag, 17. September 2009

unbedingt anschauen!!!

diesen film sollte man gesehen haben! an manchen stellen ist er sehr lustig, an anderen tieftraurig und an vielen stellen nicht leicht zu ertragen. ein film der die wahre, dreckige fratze des ungezügelten kapitalismus zeigt und männer zeigt, die mit unglaublicher chuzpe und beneidenswertem mut diesem kapitalismus den kampf angesagt haben.
ein film für diejenigen, die noch nicht wissen was sie wählen sollen; er gibt zwar keine parteivorschläge (wie auch, is ja ein amerikanischer film), aber zumindest macht er deutlich, wen man nicht wählen sollte...
ein film der aufschreckt, den inneren kopf schütteln lässt, vor soviel bosheit, gier und selbstsucht in der welt, der aber auch mut macht, dass es einen anderen weg gibt...:
Die Yes Men regeln die Welt

Mittwoch, 26. August 2009

Mir kommen fast die Tränen

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Immer mehr Wohlhabende sorgen sich um Reichtum (laut SpiegelOnline). Da wird wohl der eine oder andere von Porsche auf Audi umsteigen und sich zwischen dem Ferienhaus auf Malle und der Yacht entscheiden müssen. Tja, ich spüre schon fast ein warmes Gefühl des Mitleids in mir aufsteigen. Ok, nur fast... Wobei man fairer Weise dazu sagen muss, dass man sich keine Vorstellung davon macht, wie schwer das Leben ist, wenn man mit solchen Unsummen von €uros umgehen muss, wie diese 5% der deutschen Bevölkerung.
Aber Spaß beiseite:
Wie immer ist es leicht mit dem Finger auf andere zu zeigen. So richtig der stete Hinweis auf die Perversitäten der ultra Superreichen ist (leider entspringt er allzu oft dem eigenen Neid und nicht der gerechtfertigten Empörung), so leicht vergessen wir, bzw. vergesse ich, dass nicht nur der Reichtum der ultra Superreichen, sondern auch der Reichtum der Superreichen, nämlich unser, respektive meiner, darauf beruht, dass andere weniger haben und systematisch ausgenommen werden. Wenn ich ein günstiges Shirt sehe, denke ich an Schnäppchen und nicht an zu geringe Löhne, gesundheitsgefährdende Färbeprozesse oder Baumwollsubventionen, die den Markt in Afrika kaputt machen. Wann denke ich beim Trinken eines Cappuccino darüber nach, wieviel die Arbeiter auf der Plantage für das Pflücken bekommen haben, geschweige denn, dass ich fair gehandelte Produkte kaufe.
Es sagt uns schon der gesunde Menschenverstand (so wir ihn haben), dass wir in Zukunft um Gerechtigkeit bemüht sein müssen, schon aus Eigeninteresse, da die Menschen sich irgendwann wehren werden (siehe Terrorismus), wenn sie nicht genügend zum Leben haben und auf der anderen Seite Menschen im absoluten Überfluß leben.

Aber gerade wir Christen sollten Gerechtigkeit vorleben (siehe Umfrage über Armut; bitte beteiligen: www.armutsstudie.de). Eine Gerechtigkeit, die ein Vorgeschmack ist auf die volle Gerechtigkeit, die kommen wird, wenn Gottes Reich voll sichtbar geworden ist. Als Botschafter eines gerechten Gottes sollte auch ich gerecht sein; wie kann ich von einem gerechten Gott erzählen und selbst Ungerechtigkeit fördern...
Ich hoffe, dass wir diese schwierigen Zeiten, in denen wir merken, dass der Reichtum nicht wie selbstverständlich zu uns gehört, dafür nutzen (egal ob wir ultra superreich oder "nur" superreich sind), darüber nachzudenken, woher dieser unser Reichtum stammt und unser Tun hinterfragen. Dann hat die Krise doch auch was Gutes gebracht.

Und noch ein Link zum Thema. Bitte auch hier beteiligen: http://www.deine-stimme-gegen-armut.de

Samstag, 18. Juli 2009

Sooo schön

Bin eben vom The Violet Burning-Konzert nach hause gekommen und muss sagen, wer das verpasst hat, ist selbst schuld. Das war soooo schön! Die Jungs verstehen es einfach, wunderschöne, den Geist in andere Sphären versetzende und elend rockende Musik zu zaubern. Die hätten durchaus mehr Zuschauer bzw. -hörer verdient gehabt. Waiting vor Steve waren auch sehr gut; alles in allem also ein sehr gelungener Abend.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Musik oder Kunst im allgemeinen einen packen und auf Dinge hinweisen kann, die über einen selbst, über das sinnlich Wahrnehmbare hinaus gehen. Es gibt Musik die Sehnsucht ausdrückt und weckt, die über unsere Welt hinausreicht, die ein Stück Himmel "zeigt". Schönheit ist eine Erfindung Gottes. Ich glaube, ein überzeugter Atheist hat noch nie wirklich gute Musik gehört...